Kleine Stoffkunde

Wollwalk

Wollwalk ist ein besonderer Stoff mit ganz besonderen Eigenschaften.
 Er ist sehr strapazierfähig und witterungsbeständig und bietet daher einen hervorragenden Schutz vor Kälte, Wind und Nässe.

Durch die ausgezeichnet wärmeisolierenden Eigenschaften bleibt der Körper in der Wollwalk Kleidung angenehm warm, ohne zu überhitzen.

 Wollwalk Kleidung ist deshalb eine hervorragende Wahl nicht nur für die Winterzeit, sondern auch für die kühlen Tag im Übergang von Frühjahr und Herbst. 
Die natürliche Isolation dieses Materials ist auch die beste Wahl für die Bekleidung bei  Freizeitaktivitäten bei Eis und Schnee.

Die temperaturregulierenden Eigenschaften der Schurwolle:
Sie speichert Körperwärme sehr gut und kann gleichzeitig viel Feuchtigkeit aufnehmen und wieder abgeben, dadurch fühlt sich der Stoff nicht nass an. 

Wie wird Wollwalk hergestellt?
Wollwalk, genannt auch Walk oder Walkloden wird schon seit Jahrhunderten verwendet. Er  besteht zu 100% aus reiner Schurwolle, also aus der geschorenen Wolle vom lebenden Schaf.
Wollwalk wird durch das spezielle Walkverfahren verdichtet, wodurch eine sehr dichte Oberfläche entsteht. Diese Dichte sorgt dafür, dass der Stoff kaum Wind durchlässt, was ihn besonders geeignet für Outdoor-Bekleidung macht. 

 

Empfehlung für die Pflege von Wollwalk Kleidung

Da Schurwolle einen sehr hohe Fettanteil besitzt und dicht verwebt ist, kann Schmutz nur sehr langsam in das Gewebe eindringen. Daher ist Walkkleidung sehr robust und muss eigentlich nicht gewaschen werden. Vorsichtiges Ausklopfen oder vorsichtiges Abbürsten reicht oft schon aus.  Sinnvoll ist auch die Auslüftung, wenn das Kleidungsstück über Nacht auf einem Bügel hängt. 

Sollte einmal eine Wäsche unumgänglich sein, dann bitte nur in lauwarmem  Wasser mit einem Wollwaschmittel (mit rückfettenden Substanzen) per Handwäsche waschen.

Bitte nicht in die Waschmaschine oder den Trockner geben, nicht wringen und unbedingt liegend trocknen, am besten auf einem Handtuch.

Cordsamt

Cordsamt wirkt klassisch und zeitlos. Charakteristisch für dieses Gewebe ist seine rippenartige Struktur an der Oberfläche.  Baumwoll-Cord ist besonders weich und angenehm auf der Haut.
 

Neben dem angenehm weichen und wärmenden Tragekomfort ist Cordsamt zudem überraschend robust und strapazierfähig und eignet sich deshalb auch besonders gut für Hosen.


Es gibt den klassischen Breit-Cord oder den feineren Fein-Cord.


Empfehlungen für die Wäsche von Cordsamt

Fein- oder Handwaschprogramm in der Waschmaschine anwenden.

Cord sollte bei maximal 30 °C gewaschen werden, da höhere Temperaturen den Stoff einlaufen lassen oder die Farben verblassen können.

Bio Fleece

Fleece gilt als besonders dichter Stoff, der wärmeisolierend wirkt und sehr gut vor Kälte schützt. Außerdem ist er knitterarm, leicht waschbar und wasserabweisend. 


Fleece ist superwarm und dabei dennoch sehr leicht. Fleece ist vielseitig, bequem und funktional beim Outdoor-Sport. Es hält warm, ist atmungsaktiv und bietet gleichzeitig eine hervorragende Isolierung an kalten Tagen.

Die Textur ist weich, glatt und flauschig und fühlt sich auf der Haut wohlig weich an.   Hochwertiges Fleece ist leicht, feuchtigkeitsausgleichend, voluminös und wärmeisolierend.

Pflegehinweis für Fleece
Kleinteile, wie Mützen oder Schals sollten idealerweise mit der Handwäsche gereinigt werden oder im Schonwaschgang der Waschmaschine - dabei immer Feinwaschmittel verwenden.

Jersey

 Jersey ist ein weicher, oft elastischer Stoff, gestrickt oder gewirkt, aus Garnen, aus Viskose oder Viskosemischungen, Wolle oder Wollmischgarnen, Baumwolle oder Seide. Er wirkt ähnlich einem Gewebe mit leichter Rippenmusterung. 
Besonders Jersey-Stoffe aus Baumwolle sind ein echter Klassiker. 


Unterschied von Jersey und Baumwolle

Jersey ist eine Strickart für Stoffe und Baumwolle ist ein Fasergrundmaterial für Garne. Dadurch, dass Baumwolle viel für Jerseys verwendet wird, hält man es gerne für dasselbe. 


Strickstoffe wie Jersey sind weich, warm und dehnbar und deshalb vielseitig verwendbar für unterschiedliche Kleidungsstücke, weil sie alle möglichen Formen annehmen können. Die Strickeigenschaften sorgen für ein angenehmes Tragegefühl.


Pflegeempfehlung für Jersey 

Sweatstoff und Jersey können in der Regel bei niedriger bis mäßiger Hitze (30-40°C) in der Waschmaschine gewaschen werden. Am besten verwendet man ein mildes Waschmittel und wählt einen Schonwaschgang in der Waschmaschine.

Leinen

Leinen - der Stoff, der aus der Flachspflanze hergestellt wird – war historisch gesehen das am häufigsten gewebte Material. 

Leinen erlebt in letzter Zeit eine gewisse Renaissance. Und das zu Recht! Leinen ist ein natürliches Supermaterial. Es kann bis zu 20 % seines eigenen Gewichts in Flüssigkeit aufnehmen, ohne feucht zu sein und deshalb fühlt es sich immer angenehm kühl an. Das ist besonders angenehm im Sommer an heißen Tagen.


Leinen ist von Natur aus antibakteriell und schmutzabweisend – und wächst außerdem nachhaltig. Im Gegensatz zu Baumwolle lässt sich Flachs nachhaltig pflanzen. Er benötigt sehr wenig Wasser, überlebt sogar in kälteren Klimazonen..

Leinen ist sehr stabil, aber kaum dehnbar. Aus diesem Grund sitzt Kleidung aus der Flachsfaser auch so gut wie nie hauteng, sondern betont leger. Die geringe Elastizität sorgt dafür, dass das Material leicht verknittert. Wer Leinenkleidung liebt, liebt auch den Knitterlook von Leinen.

Leinen wirkt kühlend, ist atmungsaktiv sowie schmutzunempfindlich. Leinen ist langfaserig, glatt, fest und hat einen kühlen Griff. Leinenstoff ist flusenfrei, extrem lange haltbar, strapazierfähig, saugfähig und hautsympathisch. Die Naturfaser ist luftdurchlässig und schmutzabweisend.
 
Was muss man bei Leinen beachten?

Leinen gehört zu den Stoffen, die am meisten knittern. Daher ist es fast unvermeidbar, Kleidungsstücke aus Leinen nach dem Waschen zu bügeln. Dafür sollte man die  Restfeuchtigkeit nach dem Waschen ausnutzen und die Kleidung möglichst heiß bügeln, bis sie faltenfrei ist.

  • Beim Waschen sollte das Waschmittel sparsam dosiert werden. 
  • Leinen niemals in den Trockner geben.


Der Unterschied zwischen Leinen und Halbleinen?

Während Halbleinen aus einer Mischung von mindestens 40% Leinen mit Baumwolle besteht, wird Reinleinen zu 100% aus der Flachsfaser gefertigt.

Schurwolle

Schurwolle stammt vom lebendigen Tier und ist von besonders hoher Qualität.  Das Merinoschaf liefert übrigens die Wolle mit der besten Qualität 

Welche Eigenschaften hat Schurwolle? 

Reine Schurwolle ist weich, thermoregulierend, isolierend, schwer entflammbar sowie schmutz- und wasserabweisend. Weil die gekräuselten Fasern Luftpolster bilden, hat Schurwolle ein ausgezeichnetes Wärmerückhaltevermögen. 
Diese Eigenschaft wird gern für Jacken, Mäntel und dicke Pullover genutzt. 


Ist Schurwolle immer kratzig? 

Merinowolle, Mohair, Cashmere oder Alpaka sind für die meisten Menschen angenehm auf der Haut. 

Schafschurwolle hingegen fühlt sich für die meisten Menschen direkt auf der Haut ziemlich kratzig an. Deshalb werden Kleidungstücke aus Schafschurwolle sinnvollerweise mit einem weichen Stoff gefüttert.


Welche Eigenschaften besitzt Schurwolle? 

Während das Innere der Wollfasern Wasserdampf gut aufnimmt, stößt die Faseroberfläche Wasser ab - dieser Doppeleffekt sorgt dafür, dass Wolle einerseits die Körperfeuchtigkeit besser ableitet als etwa Baumwolle und dass Wollprodukte andererseits relativ wetterfest sind. Darüber hinaus können die Fasern im Verhältnis zu ihrem Volumen viel Luft in ihren Zwischenräumen aufnehmen. Dadurch halten sie die Wärme, die der Körper abgibt, innerhalb des Gewebes fest und sorgen für eine gute Wärmeisolierung. 

Wolle nimmt Schmutz lediglich in geringem Maße an und knittert wenig. Die Fasern sind sehr elastisch, farbbeständig und nur schwer brennbar. Auch Gerüche nimmt sie kaum an. Im Gegenzug fusselt sie leicht. 

Wie wird Schurwolle gepflegt? 

Textilien aus Schurwolle benötigen eine sorgfältige Pflege. Sie werden nur mit der Hand und nicht zu heiß gewaschen und es sollte ein spezielles Wollwaschmittel verwendet werden. Beim Waschen darf die Wolle nicht gerieben werden, da sie sonst verfilzt. 
Auch das Trocknen erfordert Sorgfalt: Das Gewebe sollte nicht gewrungen werden, sondern es wird in ein Frotteetuch gerollt, ausgedrückt und anschließend liegend getrocknet, damit es nicht ausleiert. Beim Bügeln genügt Stufe 2 und ein feuchtes Tuch vermindert, das die Fasern glänzen. 

Warum Schurwolle nicht waschen? 

Schurwolle enthält Lanolin, das Schmutz und Gerüche abweist. Häufiges Waschen oder die Maschinenwäsche können dieses natürliche Wollwachs entfernen und die Fasern schädigen. Dank ihrer selbstreinigenden Eigenschaften reicht regelmäßiges Lüften oft aus, sodass häufiges Waschen nicht erforderlich ist.